Ernährung

BARF - Biologisch artgerechte Rohfütterung

Futterplan
Futterplan eines erwachsenen Leos.docx
Microsoft Word-Dokument [13.3 KB]

Fragen und Antworten zum Thema Barfen

1. Gibt es Hunde, die das Barfen nicht vertragen?

Prinzipiell nein.

Die immer wieder im Internet zu lesenden Berichte, dass einige Hunde das Barfen nicht vertrügen, sind nichts weiter als Fehlinterpretationen des beobachteten Verhaltens. Es wäre unlogisch anzunehmen, dass ein Tier seine naturgegebene Nahrung, auf die es genetisch abgestimmt ist, nicht verträgt.



Es kann aber vorkommen, dass ein Hund mit Erbrechen oder Durchfall etc. reagiert. Dies hat aber nichts mit "vertragen" zu tun, sondern ist eine normale physische Reaktion des entwöhnten Organismus. Die vielen individuellen Schädigungen, die durch industrielles Futter verursacht wurden, müssen vorerst behoben  oder zumindest auf ein mögliches Minimum gemindert werden. Danach "verträgt" jeder Hund seine natürliche Kost. Lediglich bei Hunden mit „echten“ Futterunverträglichkeiten muss auch das Rohfutter entsprechend ausgewählt werden.



2. Aber Hunde wurden doch durch Züchtung verändert:

Ja, aber …

… nicht die inneren Organe!

Der Wolf wurde vor mindestens 16.000 Jahren zum Menschen ins Haus geholt.

Der Mensch hat seit dem den Hund züchterisch verändert, um ihn an seine Aufgaben anzupassen, z. B. für die Jagd, den Herdentrieb oder als Hüten- und Schlittenhunde. Die Veränderungen beziehen sich auf die Größe, das Fell, bestimmte andere äußere körperliche Merkmale und bestimmte Wesenseigenschaften. Eine Veränderung der inneren Organe, insbesondere des Verdauungssystems war hierfür zu keiner Zeit nötig und auch nicht wünschenswert, denn bis ca. Mitte der 1950er Jahre stand niemandem industrielles Hundefutter zur Verfügung, sondern immer nur rohes Fleisch und die Reste der menschlichen Nahrungsmittel.

Und wer im Biologieunterricht aufgepasst hat, der weiß, dass eine biologisch dauerhafte Veränderung nicht in einem Zeitraum von ca. 65 Jahren eintritt, es sei denn unter Anwendung moderner Gentechnik.

Im Übrigen haben wissenschaftliche Untersuchungen an Hunden und Grauwölfen nachgewiesen, dass deren genetischer Unterschied nur 0,2 % beträgt.

Und noch 3 Zahlen:
Die Gattung Canis existiert seit ca.:
(Haushund = Canis lupus familiaris)     6.000.000 Jahren
Der Hund kam zum Menschen vor ca:     16.000 Jahren
Fertigfutter gibt es seit ca:     55 Jahren

Glauben sie, dass sich ein Organismus in dieser Zeit (55 Jahre) auf eine andere Ernährung umstellen kann?



3. Warum empfehlen nur wenige Tierärzte die Rohfütterung?

Auf diese Frage gibt es wohl so viele Antworten wie Tierärzte selbst.

Aber Sie können sich die Frage selbst beantworten, wenn Sie mal überlegen, womit Tierärzte ihren Lebensunterhalt verdienen.



4. Kann mein Hund vom Barfen Durchfall bekommen?

Ja und nein.

In der Phase der Umstellung von der Fertig-Fütterung auf Barfen kann es zu ungeformtem Stuhl kommen, dies stellt aber in der Regel keinen Durchfall im Krankheits-Sinn dar.  Das Verdauungssystem ist auf die Verarbeitung der völlig anders gearteten Fertig-Fütterung eingestellt und kann sich nicht ruckartig umstellen, daher werden noch nicht verarbeitbare Nahrungsmittel mittels Flüssigkeit aus dem Darm entfernt, was dann wie Durchfall wirkt. Mit zunehmender Umstellung des Verdauungssystems auf die Rohfütterung verschwindet dies aber wieder. Ein Gelegentlich auftretender ungeformter Stuhl ist normal und kein Grund zur Sorge.



5. Warum erbrechen manche gebarfte Hunde?

Erbrechen bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben.

So löst der Organismus des Hundes Erbrechen aus, wenn er unverträgliche oder giftige Stoffe aufgenommen hat.

Hunde-Mütter „erbrechen“ das von Ihnen gerade gefressene Fleisch vor ihren Welpen und füttern sie auf diese Weise.

Ein Hund, der sehr schnell sehr viel frisst, zieht sich oft in eine ruhige Ecke zurück, erbricht das Futter und frisst es danach in aller Seelenruhe wieder auf. Dies ist ein Überbleibsel wölfischen Verhaltens, der große Nahrungsmengen verschlingt, sie dann in der Höhle erbricht, um sie nach und nach wieder zu fressen. Damit bringt der Wolf einen großen Teil seiner Beute vor Fressfeinden in Sicherheit.

Erst wenn das Erbrechen über einen längeren Zeitraum anhält, muss mit einer Erkrankung gerechnet werden. Ein Erbrechen nach einer Vergiftung ist von den beschriebenen Erbrechens-Arten in der Regel durch ein verändertes Verhalten und andere begleitende Krankheitszustände zu unterscheiden.



6. Ich bin Vegetarier. Ist das auch etwas für meinen Hund?

Nein, auf keinen Fall!

Die Übertragung menschlicher Denkweise auf Hunde ist grundverkehrt. Das Verdauungssystem der Hunde ist auf die Verarbeitung von Fleisch eingestellt. Pflanzliche Nahrungsmittel können nur in vorverdauter Form resorbiert werden. Ein vegetarisch ernährter Hund leidet schweren Mangel. Einen Hund zum Vegetarier zu machen, ist grob fahrlässig. Vegetarische Futtermittel, egal in welcher Form sie angeboten werden, gehören nicht in den Futternapf eines Hundes.



7. Braucht man beim Barfen viele Nahrungsergänzungsmittel?

Nein!

Zwar wird immer wieder das Gegenteil behauptet, aber dies ist nicht so. Wer sein BARF so naturnah wie möglich gestaltet, braucht so gut wie keine Ergänzungen, mit einer Ausnahme: der Hund bezieht einen Großteil seiner Minerale aus den Knochen der Futtertiere. Die für uns erhältlichen Knochen stammen aus der Lebensmittelproduktion des Menschen, also von Tieren, die alles andere als naturgerecht aufgezogen werden. Die Knochen dieser Tiere sind nicht vergleichbar mit denen von Wildtieren, daher ist die Zugabe eines natürlichen Mineralgemischs immer empfehlenswert, wie z.B. gemahlene Eierschale, die Bioverfügbar ist. 

Eine täglich Ernährung/Versorgung mit allen Nähr- und Mineralstoffen ist ohnehin nicht erforderlich, da dies auch nicht der natürlichen Ernährungsweise entspricht. Ein 100%ige Versorgung sollte aber über einen Gesamtzeitraum von ca. 4 bis 6 Wochen gesichert werden.



8. Kann sich mein Hund an Knochen verletzen?

Ja und nein!

Wenn Sie Ihrem Hund rohe Knochen füttern, besteht keine größere Gefahr als in der Natur auch, da rohe Knochen nicht splittern. In Verbindung mit Fleisch und Fett gleiten die Knochen gefahrlos durch die Speiseröhre des Hundes in den Magen, wo sie von der aggressiven Magensäure des Hundes aufgelöst werden.

Hunde, die mit Fertigfutter gefüttert werden, können sich allerdings an Knochen verletzen, da ihre Magensäure derart verändert ist und ins basische gezogen wird, dass das Auflösen der Knochen nicht immer gewährleistet ist.

Knochen niemals gebraten oder gekocht verfüttern.



9. Sind Geflügelknochen für meinen Hund gefährlich?

Ja und nein!

Rohe Knochen von Vögeln (Huhn, Ente, Gans, Fasan etc.) sind ebenso ungefährlich wie Knochen von Säugetieren.

Geflügelknochen dürfen aber nicht nach Erhitzung verfüttert werden!



10. Warum hat mein Hund nach dem Fressen von Knochen so harten Kot?

Die Bestandteile von Knochen lassen den Kot des Hundes fester werden – das ist normal.

Werden Knochen im Zusammenhang mit rohem Fleisch und Fett verfüttert, kommt es zu einer Art Ausgleich. In der Natur fressen Hundeartige auch nicht jeden Tag Knochen, daher sollten auch bei der Hundefütterung maximal ein bis höchstens zweimal die Woche  Knochen in Verbindung mit Fleisch gefüttert werden.



11. Mein Hund frisst Gras. Ist das normal?

Hunde fressen in der Natur Gras oder Ähnliches, weil  Gräser  Mineralen enthalten die bioverfügbar sind.

Das Grasfressen kommt aber auch dann vor, wenn der Hund durch nicht artgerechter Fütterung eine veränderte Magensäure aufweist, die zu Beschwerden führt. Vergleichen Sie es mit unserem Griff zur Tablette, wenn wir Sodbrennen haben!



12. Mein Hund knabbert gern eine Möhre. Tue ich ihm damit etwas Gutes?

Ja und nein!

Das Knabbern einer Möhre oder anderen Gemüses bei einem Hund kann nicht mit der gleichen Handlung eines Menschen verglichen werden.  Aufgrund des Aufbaus seines Verdauungssystems ist der Hund nicht in der Lage, die Möhre oder änliches aufzuspalten. Man kann sagen, dass die Möhre ein durchlaufposten ist. Das Positive für den Hund ist der Knabberspaß.



13. Kann mein Hund von Fett fett werden?

Prinzipiell nein!

Hunde beziehen ihre Energie hauptsächlich aus Fetten. Kohlehydrate, wie sie oft in großen Mengen in Fertigfuttern enthalten sind, sind dafür nur sehr schlecht geeignet. Außerdem sind Fette unerlässlich für den Aufbau gesunder Nerven- und Hirnzellen.

Die Aufnahmemenge wird außerdem vom Appetit des Hundes gesteuert. Nur Mangel leidende Hunde nehmen mehr auf als sie benötigen. Artgerecht ernährte Hunde nehmen nicht mehr Fett auf als sie benötigen.

Nicht Fette machen Hunde fett, sondern Kohlenhydrate!



14. Machen Leckerlis meinen Hund krank?

Ja und nein!



Falsche Leckerlis können Hunde krank machen, z. B. solche aus Getreide oder gar Schokolade, die für Hunde giftig ist. In vielen industriell hergestellten Leckerlis ist auch ein erheblicher Prozentsatz an Zucker enthalten, der ebenfalls negative Auswirkungen auf den hundlichen Organismus hat.
Wenn Leckerchen dann,Luftgetrocknete wie z.B. Ochsenziemer , Pansen oder getrocknetes Fleisch, aber bitte nicht übertreiben



15. Kann ich mich beim Barfen mit Salmonellen oder anderen Parasiten infizieren?

Ja und nein!

Sie können sich infizieren, wenn sie das Fleisch selbst essen würden. Ansonsten ist die Gefahr kaum höher als bei der Zubereitung Ihrer Grill-Steaks.

Nachdem ein Hund das Fleisch gefressen hat, besteht im Gegensatz zu vielen anderweitigen Behauptungen keine Gefahr, da die Magensäure des Hundes Parasiten tötet.  Das Essen von Eis oder Tartar kann da viel gefährlicher sein



16. Ist verdorbenes Fleisch für meinen Hund gefährlich?

Nein!

Alle Hunde sind von Natur aus an Aas angepasst. Der Wolf ist ebenso eine „Gesundheitspolizei“ wie in anderen Gebieten der Erde die Schakale, Kojoten, Hyänen etc. Fleisch, das für Menschen als verdorben gilt, hat auf natürlich ernährte Hunde eher einen positiven Effekt, da die daran befindlichen Zersetzungsbakterien das Verdauungssystem unterstützen. Beim Hund ist das Fleisch am leckersten wenn es sich dann schon von alleine wegbewegt,was für uns schon absolut ekelig ist. Bei der Verabreichung sollte daher aber trotzdem  auf entsprechende Hygiene geachtet werden.



17. Kann ich Tiefkühlfleisch bedenkenlos füttern.

Ja, aber …
Es ist nicht immer möglich frisches Fleisch zu füttern, daher muss man auf Tiefkühlfrost zurückgreifen, Tierfkühlfleisch sollte aber immer nur einen Teil der Ernährung ausmachen und der Rest sollte frisch verfüttert werden.



18. Ist Teil-Barfen sinnvoll?

Nein

Eine gemischte Ernährung mit industriellem Trockenfutter ist nicht zu empfehlen! Sie würden hiermit sozusagen gleichzeitig auf Gas und Bremse treten.



19. Soll ich das Fleisch lieber abkochen?

Nein, auf keinen Fall!

BARF heißt Rohfütterung, und das aus gutem Grund. Abgekochtes Fleisch verliert erheblich an Vitaminen und Enzymen und ist völlig frei von notwendigen Bakterien. Dies gilt auch für Dosenfutter, denn die Dosen müssen zur Konservierung über einen bestimmten Zeitraum hoch erhitzt werden. Hierfür gibt es zumindest in Deutschland konkrete gesetzliche Vorschriften. Dies gilt auch für Dosen, auf denen „Kaltabfüllung“ steht. Die Futtermittel werden zwar kalt abgefüllt, aber danach erhitzt, was sie ebenso wertlos macht.



20. Ist frisches Obst und Gemüse eine sinnvolle Futterbeigabe?

Ja,…

… wenn sie sinnvoll erfolgt.

Wölfe bekommen in der Natur pflanzliche Nahrungsmittel aus den Verdauungsorganen ihrer Beutetiere. Nur in dieser vorverdauten Form können sie resorbiert werden. Dies kann erreicht werden, indem man das Obst und Gemüse in einem Pürierer so fein wie möglich püriert. Die Menge an pflanzlichen Futtermitteln sollte aber 10 % der Gesamtfuttermenge nicht überschreiten.

Grundvoraussetzung für die richtige Verarbeitung der pflanzlichen Nahrungsbestandteile ist aber eine gesunde und intakte Darmflora.




21. Kann sich mein Hund beim Barfen überfressen?

Kaum!

Fressattacken erleidet ein Hund nur, wenn er aufgrund unnatürlicher Ernährung keine natürliche Appetitsregelung hat und sich Mangelerscheinungen einstellen. Barfende Hundebesitzer staunen oft darüber, wie sich die aufgenommene Futtermenge nach der Futterumstellung reduziert.

Das gelegentliche Schlingen – Erbrechen – wieder Fressen ist eine natürliche Erscheinung und hat nichts mit einem Übefressen zu tun.



22. Droht beim Barfen auch die Magendrehung?

Im Prinzip nicht.

Die gefürchtete Magendrehung entsteht, wenn die Magenwand und die Magenbänder durch im Magen aufquellendes Trockenfutter  überdehnt werden. Bei einem von klein auf gebarften Hund treten diese Probleme jedoch in der Regel nicht auf, da Fleisch nicht quillt und nur die für den Magen zu bewältigende Menge aufgenommen wird.



23. Macht die Rohfleischfütterung meinen Hund blutrünstig und aggressiv?

Nein, im Gegenteil!

Barfende Hundebesitzer berichten immer wieder darüber, dass Ihre Hunde einige Zeit nach der Futterumstellung ruhiger und ausgeglichener geworden sind.

Ein Hund, der durch natürliche Ernährung ausgewogen mit allen Nähr- und Vitalstoffen versorgt ist, braucht nicht hinter allem vermeintlich Fressbaren her zu jagen.

Außerdem verursachen viele Inhaltsstoffe in industriellem Futter oft Unverträglichkeitsreaktionen in den Nervenzellen des Gehirns, was häufig zu Hyperaktivität, Aggressivität, Konzentrationsschwäche, mangelnder Lernfähigkeit etc. führt. „Überdrehte“ Hunde sind fast immer das Ergebnis von Fertigfütterung.



24. Können die vielen Proteine im Fleisch bei meinem Hund zu Leber-und Nierenschäden führen?

Nein!

Zwar wird häufig so argumentiert, aber bei dieser Argumentation wird meist nie unterschieden, dass es für den Hund verwertbare und nicht verwertbare Proteine gibt. Pflanzliche und tierische Proteine sind nicht das Gleiche, sondern Hunde können pflanzliche Proteine so gut wie nicht verarbeiten, tierische Proteine aber zu fast 100 %. Erkennen lässt sich dies z. B. an der deutlich verringerten Kotmenge nach der Umstellung auf Rohfütterung.

Nicht verwertbare pflanzliche Proteine, wie sie in großen Mengen im getreidelastigen industriellen Futter enthalten sind, können aber sehr wohl zu Leber- und Nierenschäden führen.



25. Kann ich meinem Hund Schweinefleisch füttern?

Nein,

Schweine, egal ob Wild- oder Hausschwein, können roh mit dem Ayetzki-Virus infiziert sein, das bei Hunden zu tödlichen Krankheitszuständen führt, sollte nur im abgekochten Zustand gegeben werden, was wiederum kein barfen ist.




26. Brauche ich für die Rohfütterung einen Fütterungspläne und Rezepte?

Nein!

Im Internet finden sie Unmengen an Barf-Plänen und Rezepten, diese sind aber alle überflüssig.

Die Natur zeichnet sich dadurch aus, dass Beutetiere ständig in unterschiedlicher Menge und Art zur Verfügung stehen. Kein wild lebender Hund kann sich nach irgendwelchen „Plänen“ richten und stellt sich seine Futterrationen auch nicht  rezeptartig zusammen.  Sein Verdauungssystem und sein Stoffwechsel sind darauf eingestellt.

Sie sollten wissen, welche Fleischsorten und evtl. pflanzlichen Bestandteile  für Ihren Hund wichtig sind. Diese sollten sie unregelmäßig abwechselnd und in beliebiger Mischung (wie Ihnen gerade ist) verfüttern. Damit kommen sie der Natur am nächsten. Pläne und Rezepte verwirren nur und machen einem das Leben schwer.



27. Warum frisst mein Hund den Kot anderer Hunde?

Hierzu muss man wissen, dass Hunde nicht wie Menschen eine stabile Darmflora besitzen, sondern diese ca. alle 7 Tage auf natürlichem Weg ausstoßen. Die Regeneration der Darmflora erfolgt dann über die Aufnahme mit der Nahrung, z. B. dem Verzehr der Verdauungsorgane der Beutetiere.

Hunde, die nicht naturgerecht ernährt werden, können ihre Darmflora nur ungenügend regenerieren und versuchen, die benötigten Bakterien und Enzyme mit dem Kot  anderer Tiere (Pferdeäpfel oder Schafköddel) aufzunehmen. Auch Mangelerscheinungen sollen darüber kompensiert werden. Viele Kothaufen von Hunden die mit Fertigfutter gefüttert werden enthalten immer noch sehr viele Lock und Geruchsstoffe, das es für manche Hunde noch richtig lecker ist, die Kothaufen zu fressen.
Kein Wolf würde den Kot seiner Artgenossen fressen.

Ein gebarfter Hund schnüffelt zwar an fremdem Kot, rührt ihn aber in der Regel dann nicht weiter an.



28. Mein Hund stinkt. Kommt das vom rohen Fleisch?

Nein …

… vom Fertigfutter!

Hunde haben wie alle Säugetiere spezielle Entgiftungsorgane, die den Körper reinigen. Dies sind z. B. Leber und Nieren.

Unverwertbare Bestandteile, chemische Zusätze etc. müssen aus dem Körper des Hundes entfernt werden und Leber und Nieren laufen bei fast allen fertiggefütterten Hunden auf Hochtouren.  Oft sind diese Organe aber durch den großen Ansturm unverwertbarer Stoffe überfordert und lagern die nicht entsorgten Stoffe Gifte in de Grundsubstanz ab. Dies äußert sich dann im unangenehmen Geruch der Haut.  Außerdem kommt es durch die Verschiebung des ph-Wertes zu Juckreiz und der Hund leckt, kratzt oder beißt sich die entsprechenden Hautstellen wund(Hotzpotz)

Natürliche Hundenahrung riecht zwar stärker als industrielles Futter, dafür riecht aber Ihr Hund nicht mehr!



29. Muss ich einem gebarften Hund die Zähne putzen?

In der Regel nicht.

Die natürliche Ernährung sorgt für sich für eine Zahnreinigung. Belege und Zahnstein werden regelmäßig beim Fressen von Knochen und Knorpel entfernt. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass der Hund so gefüttert wird, dass er alle Zähne regelmäßig benutzen muss.

Nur wenn Zähne „arbeitslos“ werden, wie es bei der Fertigfütterung oft der Fall ist, bilden sich Belege, Zahnstein etc. Kohlenhydrate machen ebenso die Zähne unserer Hunde kaputt wie bei uns. Außerdem können nicht oder nur wenig benutzte Zähne krank werden und bei älteren Hunden ausfallen. Nur das regelmäßige Benutzen aller Zähne garantiert ein gesundes Gebiss.



30. Im Internet finde ich oft Rezepte für Hundekekse und andere Leckerlis. Kann ich diese Leckerlis bedenkenlos füttern?

Das kommt drauf an!

Viele dieser Rezepte sind Backwerke, die mit Mehlen hergestellt werden, also mit einem Getreideprodukt, das für den Hund kaum verwertbar ist und zu Unverträglichkeitsreaktionen führen kann.

Prinzipiell kann man aber sagen, dass das Backen von Leckerlis überflüssig ist. Sie tun Ihrem Hund einen größeren Gefallen, wenn sie natürliche Leckerlis geben.

Neben der besseren Verträglichkeit für Ihren Hund hat das auch noch den Vorteil, dass Sie eine Menge Zeit sparen, deren Einsatz  Ihr Hund ohnehin nicht zu würdigen versteht. Für ihn zählt nur der Augenblick des Genusses. Die in das Backen investierte Zeit können Sie auch sinnvoller für einen ausgedehnten Spaziergang oder ein tolles Ballspiel mit ihren Hund nutzen, das prägt mehr als viele Leckerchen.



31. Mein Hund frisst an manchen Tagen nichts. Muss ich mir Sorgen machen?

Nein!

Wenn Sie bei der Ernährung Ihres Hundes auf Natur umstellen, dann aktiviert sich bei Ihrem Hund sozusagen auch wieder die „Original-Software“.

Alle wild lebenden Hunde ernähren sich in anderer Weise als wir es von uns Menschen kennen. Wird Beute geschlagen oder Aas gefunden, dann fressen die Wildhunde große Mengen, wonach mehrere Tage des Fastens folgen. Der Organismus und das Verdauungssystem sind darauf eingestellt. Auch bei Ihrem gebarften Hund ist das so, dessen Verdauungssystem und Stoffwechsel entgegen oft gelesener Meinungen mit dem der Wildhunde identisch ist.

Regelmäßige tägliche Fütterungen, wie sie heute oft üblich sind, tun Ihrem Hund nicht wirklich gut. Über den ganzen Tag verfügbares Trockenfutter, wie man es immer wieder bei Hundebesitzern sieht, schon gar nicht.

Untergewicht ist das geringste Problem bei Haushunden, ausgenommen solchen, die durch vielfache Schädigungen aufgrund unnatürlicher Fütterung kaum noch Nährstoffe verarbeiten können und praktisch vor dem vollen Futternapf verhungern. Natürlich ernährte Hunde haben im Gegensatz dazu eine natürliche Regulation von Aufnahme und Verbrauch.

Für einen Wohnungshund ist ein leichtes Untergewicht (bezogen auf die oft viel zu pauschalen Angaben in der Fachliteratur) von gesundheitlichem Vorteil.



32. Soll ich meinem Hund, wie es oft empfohlen wird, Milch, Joghurt o. Ä. geben?

Ja und nein....

Milch gehört, außer bei neu geborenen, nicht zum natürlichen Nahrungsspektrum der Säugetiere. Ein Säugetier das nicht mehr von der Mutter gesäugt wird, hat sein Leben lang keinen Kontakt mehr mit Milch.

Viele Hunde reagieren mittlerweile auch mit Unverträglichkeiten auf Milch und Milchprodukte. Hauptursache dieser Reaktionen ist die in der Milch enthaltene Laktose. Außerdem ist unsere Kuhmilch für den Organismus eines jungen Pflanzenfressers gemacht, nicht für einen Fleischfresser. Dass unsere Supermarkt-Milch zudem auch noch durch verschiedene Bearbeitungs-Prozesse und die Konservierung chemisch nicht mehr dem Original entspricht,  macht die Sache noch bedenklicher.

Gegen Kefir und Buttermilch ab und zu ist aber nichts einzuwenden



33. Mein Hund hat seit der Umstellung auf Rohfütterung veränderte Blutwerte. Muss ich mir Sorgen machen?

Vorerst nicht.

Die Veterinärmedizin ist seit wenigen Jahrzehnten in der Lage Blutparameter zu untersuchen. Die heute in der Medizin heran gezogenen Vergleichswerte oder "Norm"-Werte wurden fast ausschließlich in den letzten
Jahrzehnten bei Hunden festgestellt, die mit Trockenfutter gefüttert wurden. Vergleichswerte eine gewissen Anzahl natürlich und mit rohem Fleisch ernährter Hunde liegen nicht vor.

Hunde, die natürlich mit rohem Fleisch ernährt werden, haben naturgemäß Abweichungen bei bestimmten Blutparametern. Erst wenn andere Krankheitsanzeichen hinzu kommen und Ihr Hund sich nicht mehr normal verhält, ist Obacht geboten.



34. Tierärzte und Andere argumentieren immer, dass man als Laie nicht in der Lage sei, den Nährstoffbedarf seines Hundes zu bestimmen und das Futter darauf abzustimmen. Dies könne bei Fertigfutter viel besser realisiert werden. Haben diese Leute nicht Recht?

Nein!

Zur Beantwortung dieser Frage sind wir mal unhöflich und stellen einige Gegenfragen:

Wer bestimmt bei einem Wildtier den Nährstoffbedarf und stellt das Futter wissenschaftlich exakt zusammen? Oder sind Wildtiere alle mangel-krank?

Glauben Sie, dass die Wissenschaft und Industrie in der Lage ist, den Nährstoffbedarf eines Hundes exakt zu bestimmen? Bedenken Sie, es gibt über 600 Rassen und jeder Hund hat ein anderes Temperament, wird anders gehalten und unterliegt unterschiedlichen körperlichen und geitigen Belastungen!

Glauben Sie, dass jemand in der Lage ist, ein Futter herzustellen, das diese ganzen Besonderheiten berücksichtigt? Führen Sie sich mal den Unterschied zwischen einem Dackel auf dem Sofa und einem arbeitenden Husky vor Augen!

Ist es nicht seltsam, dass Wissenschaft und Industrie dem Hundeorganismus nicht zutraut, gewisse Schwankungen in der Nährstoffzusammensetzung auszugleichen, gleichzeitig aber 60 - 90 % Getreide ins Futter gibt und behauptet, das Verdauungs- und Stoffwechselsystem der Hunde habe sich in nur 60 Jahren an Getreide angepasst?

Glauben sie, dass die Wissenschaft den Bedarf der Hunde an Nähr- und Vitalstoffen zu 100 % kennt, wo ständig in den Futterpflanzen der Beutetiere und den pflanzlichen Nahrungsbestandteilen der Hunde Unmengen an neuen, bisher unbekannten Stoffen gefunden werden?

Tierärzten ist es nicht anzulasten wenig von artgerechter Ernährung zu wissen, da dies nicht Bestandeil des Studiums ist( Interessenwarung der Pharmalobby)




35. Mein Hund stürzt sich aber gierig auf das Trockenfutter und hat den Napf ruckzuck leer. Ist nicht, was dem Hund schmeckt, auch gut für ihn?

Nein!

Normalerweise wäre diese Frage mit "Ja" zu beantworten. Dies setzt aber voraus, dass die Instinkte des Hundes unverfälscht-natürlich sind.

Ein Wildhund (Wolf, Schakal, Koyote etc.) kann sehr deutlich am Geruch und Geschmack erkennen, ob etwas für ihn Nahrung ist oder nicht.

Ein Hund würde dies auch können, wären die Fertigfutter nicht mit künstlichen Aromen "getarnt". Warum gibt es wohl einen Aromastoff mit dem Namen "Kadavermehl"?

Test ergaben, wenn ein Stück  Pappe mit diesen Aromen getränkt wurde, das selbt Pappe von Hunden verzehrt wurde.

Hinzu kommt, dass die Hunde durch die Fertigernährung fast immer an Mangelerscheinungen leiden, die dem Hund durch Appetit signalisiert werden. Dieser Appetit, oder nennen Sie es "Heißhunger", treibt zum gierigen Fressen der getarnten Getreideklumpen an. Mit natürlicher Appetitsregulierung hat dies nichts mehr zu tun.



36. Ich hörte neulich, auch Fellpflege beginne beim Futter. Stimmt das?
Ja, in zweierlei Hinsicht.

1. Bei mit Fertigfutter gefütterten Hunden ist das Fell meist stumpf und fühlt sich talgig an. Man mag einen solchen Hund eigentlich gar nicht gern anfassen. Viele dieser Hunde haaren auch sehr stark. Dies rührt insbesondere daher, dass das Fell mangelernährt ist. Gesundes und durch natürliches Futter optimal ernährtes Fell ist glatt, glänzt, hat eine natürliche Fettung und fühlt sich angenehm glatt an, so dass es einem Spaß macht, dem Hund über das Fell zu streicheln. Das Haaren reduziert sich, wenn das alte Fell komplett durch ein neues ersetzt wurde, auf den natürlichen Haaraustausch.

2. Ein natürlich ernährtes und damit gesundes Fell hat eine leichte Fettung. Durch diese Fettung wird das Fell relativ Wasser und Schmutz abweisend. Macht sich der Hund einmal dreckig, reicht ein kräftiges Bürsten aus, um das Fell wieder zu säubern. Bei nassem Schmutz ist dies ebenso, sobald das Fell getrocknet ist. Ist der Hund mal richtig dreckig, genügt das Abduschen mit klarem Wasser. Hierdurch wird auch verhindert, dass durch die ständige Benutzung von Shampoo die Fettschicht der Haare und vor Allem die natürliche Schutzschicht der Haut immer und immer wieder zerstört werden. Sollte doch mal ein Shampoo nötig werden, sollte ein nicht-chemisches Shampoo mit rückfettender Wirkung durch natürliche Öle benutzt werden.



37. Seit ich meinen Hund barfe, schläft er viel mehr. Muss ich mir Sorgen machen?

Nein.

Ein gesunder Hund schläft in der Regel bis zu 20 Stunden am Tag.

Heutzutage sieht man, besonders in den Städten, fast nur noch Hunde, die aufgedreht, unruhig, quirlig oder gar hyperaktiv sind. Dadurch haben wir den Eindruck, dass dies normal sei und betrachten einen ruhigen Hund mit Sorge. Aber nicht der quirlige, sondern der ruhige  Hund ist der Normalzustand. Eine dauerhafte wesentliche Unterschreitung dieser Schlafdauer muss Ihnen tatsächlich zu Denken geben.

Durch unnatürliche Fütterung leiden die Hunde oft . Diese Mangelerscheinungen führen  dazu, dass der Hund ständig auf "Beutesuche" ist und sich kaum Ruhe gönnt. Ein natürlich ernährter und rundum versorgter Hund hat dies nicht nötig, schläft gern oder döst einfach mal eine Zeit vor sich hin.

Im schlimmsten Fall ist ein unnatürlich ernährter Hund tatsächlich hyperaktiv, was auf eine gestörte Reizleitung in den Nervenzellen, verursacht durch pflanzliche Eiweißmoleküle im industriellen Futter, zurück zu führen ist.

Nach der Entgiftung eines Hundes und der Umstellung auf natürliche und vollwertige Nahrung stellt sich der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus allmählich wieder her.



38. Stimmt es, dass falsche Ernährung bei Hunden zu Lernproblemen führen kann?

Ja!

Werden dem Hund über unnatürliche Futtermittel im Verhältnis zu seiner natürlichen Ernährung große Mengen an pflanzlichen Eiweißen zugeführt, kommt es an den Synapsen, den Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, zu Störungen in der Reizleitung. Dies führt dazu, dass der Hund schwieriger bis gar nicht mehr lernfähig ist. Ihre Kommandos werden nur noch mechanisch ausgeführt, wenn überhaupt, aber nicht mehr „verstanden“. Außerdem kommt es im Gehirn zu allergischen Reaktionen, deren Folge Konzentrationsprobleme und Hyperaktivität sind, was ebenfalls die Lernfähigkeit herab setzt.



39. Mein Tierarzt sagt, wenn ich roh füttere, müsse ich meinen Hund öfter entwurmen. Stimmt das?

Nein!

Im Gegenteil haben natürlich ernährte Hunde viel weniger Probleme mit Würmern und anderen  Darmparasiten als industriell gefütterte. Ein natürlich ernährter Hund entwickelt eine Magensäure, deren pH-Wert bei 1 - 2  liegt ähnlich der Bateriesäure, kann da ein Wurm oder deren Eier überleben? Auf keinen Fall. Auch für andere Parasiten wie Zecken und Flöhe werden gebarfte Hunde uninteressant.



40. Mein Hund beißt oder kratzt sich öfter kleine Stellen am Körper auf. Hat das was mit der
Ernährung zu tun?

Ja, häufig.

Im industriellen Futter befinden sich viele Inhaltsstoffe, die der Organismus das Hundes nicht verarbeiten kann. Diese Inhaltsstoffe reichen von pflanzlichen Bestandteilen bis hin zu chemischen Zusatzstoffen, z. B. Konservierungsstoffen. Diese Stoffe müssen von Leber und Niere „entsorgt“ werden. Durch den „Dauerbeschuss“ mit diesen Inhaltsstoffen laufen Leber und Nieren meist ständig auf Höchtouren und schaffen den Ansturm oft nicht. Der „Müll“ wird dann vom Organismus in das Bindegewebe abgelagert.
Die Haut funktioniert als dritte Niere und leitet die Giftstoffe so ab. Es entsteht der sogenannte Juckreiz.

 

 

Da jeder Hund ein Individuum ist und induviduell reagieren kann, übernehme ich daher keine Haftung.


Sollten Sie eine Frage nicht gefunden haben, dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail, wir werden dann versuchen, die Frage zu beantworten und hier einzubinden.