Erziehung

 

Grundsätzlich ist über den Hund zu sagen, daß er den Mensch nicht bräuchte. Ursprünglich ist der Wolf eine Symbiose mit dem Menschen eingegangen, weil er erkannte Vorteile daraus für sich zu haben. 

Aus diesem Fakt heraus ist es begründet zu sagen, das der heutige domestizierte Wolf (Hund) ein freiwilliger Wegbegleiter des Menschen darstellt.

Auf dieser Tatsache sollten all unsere Bemühungen um die Erziehung des Hundes aufgebaut sein. Das heist, das die gesamte Erziehung auf freundschaftlicher Basis ablaufen muß. Assoziationen d.h. Verbindung bestimmter Verhaltensabläufe mit der sich daraus ergebenden Belohnung. Diese muss nicht zwangslaüfig in Leckerli-Form ausfallen. Der Hund genießt ebenso gut Wohlgefallen (Knuddeleinheiten). Erfolgsgefühl durch Belohnung hat schließlich einen höheren Lerneffekt als Ausführung durch Druck. Freundschaften bestehen nun mal aus Freundschaft und nicht aus Gehorsam. Das heißt nicht, das die Konsequenz innerhalb der Erziehung außer Acht gelassen werden darf - sehr wichtig.

Wir dürfen nie vergessen, das der Hund in UNSERER Welt zurechtkommen muss. Ohne jegliche Hilfe würden wir in SEINER Welt auch nicht bestehen können.

Man kann hunderte Hundeschulen besuchen, wenn die heimischen Zustände und das Miteinander zwischen Hund und Halter nicht stimmen. Eine Veränderung der Beziehung Mensch-Hund beginnt immer beim Menschen. Bei sehr guten Hundeschulen, wird daher als erstes der Mensch ohne Beisein seines Hundes, geschult.


Auf jeden Fall können wir einiges von den Hunden lernen, z.B. alles was sie tun passiert konsequent. Und es ist sein natürliches Recht den Führungsanspruch gelegentlich auszutesten bzw. in Frage zu stellen. Bis zu dem Punkt müssen wir unseren Führungsanspruch erarbeitet haben und diesen behaupten.

 

Folgende Grundregeln muß man als Hundehalter unbedingt beachten:


1. Der Mensch agiert - der Hund reagiert.


2 .Keine Ungerechtigkeiten - besonders innerhalb eines Rudels Rangfolge beachten.


3. Lernen durch Assoziationen ohne Druck.


4. Konseqenz im eigenen Handeln und dem Hund gegenüber als führungswürdige      Person.

 

5. Einbeziehung ins Familienleben.

 

6. Wichtig beim Lernen! 

-  als erstes ein Spiel (bis die überschüssige Energie abgebaut ist) 

-  dann Gehorsamkeitsübungen (nicht länger als ca.10min)

-  zum Schluß Zuneigung ( Knuddeln, Bürsten o.a.)

Immer in dieser Reihenfolge !

 

 

 

Wenn ein Hundehalter die paar wenigen Verhaltensgrundsätze beherzigt, steht dem unbeschwertem Miteinander nichts im Wege und man kann sich zeitlebens auf einen treuen Lebensbegleiter verlassen.