Gesundheit

Ernährung, Haltung  und  Erziehung stehen an erster Stelle, da dies die wichtigsten Faktoren für die Gesundheit des Hundes sind. Denn die beste ausgewogenste und artgerechte Fütterung reicht nicht aus, wenn der Hund seine Stellung innerhalb der Familie (Rudel) nicht findet, durch fehlgeleitete oder falsche Erziehung. Dies verursacht beim Hund meist Dauerstress, welcher zu einer Schwächung des Immunsystems führt.

 

Innerhalb meiner 20 jährigen Zucht mit Leonberger-Hunden gab es immer Höhen und Tiefen. Heut kann ich aus diesem Erfahrungsreichtum mein Resümee` hinsichtlich vieler Krankheiten und deren Symptome ziehen.

 

Das allarmierende daran ist, das wir als Hundebesitzer zu einem Großteil daran beteiligt sind, teils ohne Kenntnis, teils verweigerter Kenntnisnahme.

Das letztere ist in meinen zahlreichen Gruppen oder Einzelseminaren vermehrt bei den Teilnehmern aufgetreten. Denn die Wahrheit ist nicht bequem und bedeutet etwas mehr Arbeit. Und genau das mögen viele Menschen nun mal

nicht. Wir müssen das durch die Futtermittelindustrie uns vorgesetzte Meinungsbild in Frage stellen. Dies bedeutet für einige schon mal geistige Anstrengung.

 

Es gibt bei Haustieren, allen voran der Hund, eine Vielzahl von sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie sie häufig auch bei Menschen auftreten.

Es ist schwer einem Herrchen oder Frauchen beizubringen, das ein Tierarzt lediglich nur als Symptom-Behandler auf diesem Gebiet tätig sein kann.

Ein Großteil der Tierbesitzer lassen sich von der Fertigfuttermittelindustrie blenden und bevormunden, obwohl es schon die Spatzen von den Dächern pfeifen, das diese Art der Ernährung, der Grundstein schwerwiegender Stoffwechselstörungen und den dadurch entstehenden Krankheiten ist.

Trockenfutter – wer hat sich in all den Jahren dieser Fütterungsform mal gefragt, wie er als Mensch mit ausschließlich totgekochter und über Jahre haltbar gemachter Nahrung sein ganzes Leben auskommen würde ? Interessant wäre es schon, die Entwicklung beim Menschen zu sehen, bei ausschließlicher Ernährung mit Corn Flakes oder gefriergetrocknetem Fast Food, über seine gesamte Lebenszeit (Leidenszeit).

Diese Ernährungsform hat schon solch perfide Züge angenommen, das die Konsumenten es als normal ansehen, das Ihre Hunde mit Begeisterung den Kot ihrer Artgenossen fressen, nichtwissend das dieses Verhalten nur auf den hohen Lock u. Geschmacksstoffgehalt basiert.

Ohne diese Stoffe würde kein Hund dieses Futter anrühren. Tests haben ergeben, das Hunde sogar Pappe fressen wenn nur genügend Lock u. Geschmacksstoffe darin vorhanden sind.

Durch die Kot-Fresserei erhöht sich signifikant die Wahrscheinlichkeit der Aufnahme und Verbreitung von Parasiten wie Würmer bzw. deren Eier. Kaum einer hat sich mal die Frage gestellt, warum wildlebende Tiere wie der Wolf ohne Parasiten leben können? Ganz einfach! Der gesunde Wolf oder Hundemagen hat normalerweise im Magen einen Säure-ph-Wert von 1-2. In diesem hochzersetzendem Milieu haben Parasiten keine Überlebenschance. Zum Vergleich: Batteriesäure = ph-Wert 1.

Durch nicht artgerechte Ernährung wird dieser ph-Wert in Richtung basisch verschoben, und den Parasiten freie Bahn gewehrt. Natürlich ist dies ein Umstand, welcher den Lobbyisten der Entwurmungsmittelindustrie zuträglich ist.

Diese Futtermittelindustrie ist in seinem Marketing so dreist, das sie sogar Spezialfutter herstellt um die Symptome zu lindern, welche ja erst durch Industriefutter entstanden sind.

Gleichzusetzen mit einem Glaser, der die Scheibe mit einem Stein zerstört um eine neue Scheibe kostenpflichtig einbauen zu können.

Um den Stein der Wahrheit zu finden, geht kein Weg daran vorbei unseren Verstand zu benutzen, um die einfachsten logischen Zusammenhänge von Ernährung und Krankheit zu erkennen.

Anderes Beispiel zur Leichtgläubigkeit gegenüber chemischen Pflegeprodukten: Spot-on Produkte wie Expot oder Frontline sind Nervengifte!

Packungshinweis: nicht auf die Haut gelangen lassen – beim Auftragen Einweghandschuh tragen – warum? – neurologisch bedenklich !

Nach vermehrtem Einsatz mit diesen Produkten an unserem Liebling sind wir froh, nur noch zwei statt vier Zecken absammeln zu müssen, wundern uns jedoch über einige Macken, jucken und Hautveränderungen (bestenfalls) oder Epilepsie schlimmstenfalls.

Da der heutige Durchschnittsmensch das Denken lieber Anderen überlässt, geht ein Umdenken nur sehr zögerlich vonstatten.

Wir müssen verstehen, das dass Leben aus Biologie, Chemie (nicht die synthetische Chemie) und Physik besteht und nicht nur aus Fernsehwerbung.

 

Verhaltensauffälligkeiten - jeder weiß, das wenn eine Population zu groß ist bzw. nicht artspezifisch leben kann, treten negative Veränderungen gesundheitlicher Art durch Dauerstress auf, welche bis zum Tode des Lebewesens führen kann je nach Intensität und Dauer. Ich habe hier bewusst den Begriff „Lebewesen“ verwendet, da dieses Naturgesetz auch auf den Menschen Anwendung findet.

Diese Gesetzmäßigkeit entdeckte einst der Biologe Charles Darwin und nannte dies „Selbstregulation der Population“.

Da der Körper eines Lebewesens zu vergleichen ist mit einem biomechanischem Motor, findet auch das Naturgesetz des Energieerhaltungssatz Anwendung.

Im Klartext heißt das „ich kann nie erwarten, das mehr aus einem Motor herauskommt, als wie ich hineingebe. Mit anderen Worten „schlechter Sprit = schlechte Leistung“.

Der tierische und auch menschliche Körper besteht aus vielen Billionen Zellen. Jede einzelne Zelle stellt für sich einen biochemischen Energieproduzenten dar. Wird diese Zelle unterversorgt mit Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen, kann sie ihren vielfältigen Aufgaben nicht mehr gerecht werden d.h. Energieversorgung, Zellteilung, Erbinformationsweitergabe. Wenn also eine Unterversorgung der Zelle eintritt, sind der Krankheit (auch Vererbung) Tür und Tor geöffnet. Wer die Entstehung einer Krankheit verstehen will, muss auf Zellebene denken! Vielen Ärzten und Veterinären kann man es nicht anlasten, dass sie dieses fundierte Wissen nicht besitzen, denn Präventivmedizin ist nicht Bestandteil des Studiums. Die konservative Schulmedizin beschränkt ihre Tätigkeit nach wie vor auf die Beseitigung von Krankheitssymptomen. Das Wissen der Ursachenforschung bleibt den meisten Medizinern und erst recht den Patienten verwehrt, durch die Interessenwahrung der Pharmaindustrie.

In einem kapitalistischem System, in dem Gesundheit eine wirtschaftliche Dienstleistung ist, gelten alle anderen Verhaltensgrundsätze wie in der übrigen Wirtschaft, ganz nach dem Motto „ ein geheilter Patient ist ein verlorener Kunde“. Was sich die Pharmalobby also als Kundenbindung ausgedacht hat, kann jeder seiner Fantasie entnehmen.

Wir sollten in unseren Überlegungen den Fakt der Nahrungskette nicht außer acht lassen. Der Hund wie der Mensch stehen am Ende der Nahrungskette. Die Fehlentwicklung unserer Ernährung sieht man in den Krankheitsentwicklungen, welche bei Mensch und Hund nahezu identisch sind. Da Krankheiten, welche auf einer Stoffwechselstörung basieren, in ihrer Entstehung mehrere Jahre u.a. Jahrzehnte benötigen, kommt bei einigen Hunden die bereits angebahnte Krankheit nicht zur Symptomausbildung, da bei ihnen das Ableben vorausgeht.

Herrchen sagt dann stolz „10 Jahre geworden – ein ganzer Kerl dank Sch....i.“

Wir Menschen produzieren immer mehr naturentfremdete Nahrung der Kosten halber. Nutztiere werden unter bestialischen Umständen vermehrt und hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit genetisch manipuliert.

Bestes Beispiel die Kuh und Tiermehl. Wenn es die Natur so vorgesehen hätte, das Kühe ihre eigenen Artgenossen fressen, hätten sie bestimmt ein Fleischfressergebiss oder ein Allesfressergebiss wie das Schwein. Wenn der natürliche Speiseplan eines Wolfes bzw. Hundes zum großen Teil aus Getreide bestünde, hätte ihn die Natur mit einem Wiederkäuergebiss ausgestattet!

Jetzt werden Hundebesitzer mit Büchsenfutterfütterung erst mal aufatmen und meinen „ das betrifft mich ja nicht“. Denen sei gesagt, das Büchsenfutter auch nur in Wasser aufgeweichtes Trockenfutter (Tierabfallmatsch mit viel Getreide) ist. Der Tagesbedarf an Dosenfutter eines 60kg schweren Hundes liegt laut Hersteller bei 3 Dosen a.800g. Bei der Ernährung mit Frischfleisch liegt der Tagesbedarf bei ca.1kg zuzüglich 30% frisches rohes püriertes Gemüse und Obst unter Zugabe von pflanzlichem Öl oder Fischöl . Der Trockenfutterbedarf ist bei ca.0,7kg. Trockenfutter enthält 5-10% Feuchtigkeit (Frischfleisch ca.75%) d.h. der Hund muss Unmengen saufen um den Feuchtigkeitsgehalt auszugleichen. Tut er dies nicht, verwandelt sich die Trockenfutterration im Magen in eine schwere mörtelartige Masse. Durch das Nachquellen hat der Hund einen ständig überdehnten Magen und die Magenbänder dehnen sich. Hinsichtlich der Entstehung von Magendrehungen ist nun wieder die geistige Kreativität des Lesers gefragt.

Bei starken Blähungen oder Mundgeruch ist oft ein schwerverdauliches Futter

die Ursache. Die Verdauungszeit von Trockenfutter ist fast doppelt so lang wie bei Frischfleisch. Der Problematik wäre schon ein wenig Abhilfe getan, wenn

sich die so sorgsamen Herrchen u. Frauchen einmal die Inhaltszusammen-setzung durchlesen würden. Ein Dosenfutter, das zu 96% Wasser, Getreide u. tierischen u. Nebenerzeugnissen sogar Bäckereinebenerzeugnisse besteht, verdient durch den enthaltenen Teil von 4% Wild, Rind u.v.m. auf keinen Fall die Bezeichnung „Hundefutter“ und erst recht nicht mit dem Verweis auf den Inhalt von saftigem Fleisch. Wer seinem Verstand auch nur halbwegs vertraut,

würde dieses sogenannte Futter als totgekochte Abfallbrühe der Nahrungs-

mittelindustrie bezeichnen, besser gesagt „Körperverletzung für ihr Tier“.

Das an alle Freunde der Pellets und Crockettenfraktion.

Fans der Trockenfütterung sind vermehrt der Meinung, dass die Ernährung des Hundes mit Fleisch das Aggressionspotential erhöht. Damit liegen sie völlig richtig – bis auf das dass erhöhte Aggressionspotential von mir aus geht wenn ich solchen Misst höre!

 

Einem Raubtier die natürliche Fleischnahrung abreden zu wollen, ist eine Beleidigung an die Intelligenz des Homo Sapiens-obwohl ich den Eindruck habe das einige in unserer Gesellschaft die Evolutionsleiter wieder hinuntergerutscht sind.

 

Die Ernährungstechnische Entwicklung wird kaum durch eine Hand voll Hundebesitzer verändert werden. Wir können uns einer zweifelhaften Ernährung auch gar nicht entziehen, da die Transparents der Entstehung und Herkunft der Lebensmittel oder Hundefutter nicht in ausreichendem Maße gegeben ist.

Ich rate jedem, bei der Wahl der Fütterungsmethode, seinen Verstand einzuschalten. Denn was war oder ist unser Hund? Ein genetisch veränderter und domestizierter Wolf! Urinstinkte und Verhaltensweisen untereinander sowie die Physiologie sind immer noch dem Wolf identisch. Nichts ist also naheliegender als eine Fütterung vorzunehmen, die dem Fressverhalten des Wolfes weitestgehend entspricht. Eine Fütterungsmethode die den ursprünglichen Beutefang so gut wie es nur geht imitiert.

„Barfen“ genannt – ein neues Wort für altes Wissen – „biologisch artgerechtes rohes Futter“.

Der Beweis über die Schädlichkeit des Industriefutters wurde bereits erbracht durch die Existenz einer 40jährigen Mangelwirtschaft im Osten Deutschlands, vielen auch noch geläufig unter dem Begriff DDR. In jener wurden Hunde umständehalber hauptsächlich mit Frischfleisch bzw. Schlachtabfällen gefüttert.

Jeder ältere, erfahrene, fachlich kompetente und noch heut praktizierende Tierarzt Ostdeutschlands wird Ihnen bestätigen, das Stoffwechselkrankheiten wie Hauterkrankungen, Herzerkrankungen, Allergien sowie Gelenkserkrankungen in einem erschreckendem Ausmaß zugenommen haben, seit der Grenzöffnung und dem Einzug der Futtermittelindustrie.

Es gibt unter den Tierärzten viele Opfer der "Geiz ist geil"-Mentalität ihrer Kunden, welche  dessen Kompetenz daran messen, wie schnell und kostengünstig er ein Problem lösen tut. Dies führt nicht selten zur Verabreichung oder Injektionen von Schmerzmitteln, welche zwar schmerzstillend beim Tier wirken, aber die Ursache in keiner weise beeinflussen.

Der Schuldige an diesem Missstand ist wieder mal der Kunde, denn er verlangt oftmals schnelle Heilung bei Krankheiten, welche über Jahre falscher Ernährung und (oder Haltung) entstanden sind, ohne gravierendes eigenes Arrangement zur Verhinderung der Krankheitsursache.

 

Diese Zeilen sind für diejenigen gedacht, die Selbstdenker sind, auf dem Weg dorthin sind, oder einfach mal wieder wachgerüttelt werden müssen. Nur Wissen ist der Grundstein für die Nachhaltigkeit im Handeln. Oder anders ausgedrückt „Wissen schadet nur dem, der es nicht hat“.

 

In der gesamten Lebenszeit gönnen wir unserem Liebling ( Babys oder manche nennen sie auch Ihre Kinder ) nur ein Minimum an Gesundheit. Erst in den letzten Lebensjahren, in denen sich falsche Ernährung und Haltung rächen, indem schwerwiegende Krankheiten zum Ausbruch kommen, sind die meisten Hundehalter bereit, exorbitante Summen zu zahlen, um ihrem Liebling das Leben auch nur minimal zu verlängern.

 

Wir sollten unseren Status als angeblich intelligenteste Schöpfung der Erde um einiges überdenken.  

 

„Tier vergib dem Mensch, denn er weiß nicht was er tut“